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Das "Leben meistern" ist das menschliche Thema schlechthin. Aber was ist das schöne, das gute, das gelingende Leben?
Und gibt es so etwas wie eine erlernbare Lebenskunst? Eine die von modischen Ansichten unabhängig offen und klar darlegt, worauf es ankommt?
Spaß-Kultur und Lifestyle-Attribute mögen die unerträgliche Leichtigkeit des
Seins für manche erträglicher machen, Lebenskunst sind sie jedoch nicht.
Lebenskunst ist eine Frucht der Philosophie. Am Anfang steht die Mahnung über dem Schatzhaus der Athener in Delphi:
Gnothi s'auton, Erkenne dich selbst! und Platon formuliert es, Sokrates in den Mund geschoben, als die Frage aller Fragen:
Wer bist du, und was machst du aus deinem Leben?
In römischer Tradition erinnert der Begriff der humanitas an diese Frage, die wir nicht von uns weisen können, solange wir leben und die uns vor der Gefahr schützt in äußeren, sachlichen Verhältnissen ganz aufzugehen.
Humanität als Wissen um die Schwächen des Menschen und als Wissen um die Möglichkeit diese zu überwinden.
Es lohnt, das eigene Leben vor der Flüchtigkeit und Oberflächlichkeit der Zeit zu retten und sich eine philosophisch fundierte Form der Lebensführung zu erarbeiten.
So verschieden die Wege zum Glück sein mögen - grundlegend bleibt die Einsicht in das, was wichtig ist, und daß es entscheidend auf das Handeln ankommt. Sapere aude, Incipe.
Photographien der Villa Adriana von Norbert Distler
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